Ein Rollenspiel auf Steam hat mich in 2 Wochen 100 Stunden lang völlig gefesselt (2024)

340 Stunden. So viel hat MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus schon in Pathfinder: Wrath of the Righteous auf Steam gesteckt. Und es werden noch deutlich mehr, denn der zweite Durchgang ist gerade erst angelaufen und ein dritter schon in Planung. Warum tut man sich das bei so furchtbar riesigen Spielen an?

Eigentlich zocke ich Spiele nicht mehrmals, allein deswegen, weil die meisten meiner Lieblingsspiele ewig lang dauern. Und die Pile of Shame wird immer größer. Cyberpunk und The Witcher 3 habe ich bis heute nicht durch …

Pathfinder hat’s aber geschafft. Das RPG gehört zu den besten Rollenspielen auf Steam und ich habe es knapp ein Jahr nach seinem Release 2021 schon durchgespielt.

Jetzt stecke ich mitten im zweiten Durchgang. Seit Wrath of the Righteous endlich vollständig ist, bin ich völlig gefangen. Direkt nach Release des letzten DLCs habe ich mir eine Woche Urlaub genommen.

Mit Beenden meines ersten Durchgangs hatte ich knapp 250 Stunden auf der Uhr. Jetzt, 2 Wochen später, komme ich auf über 350 Stunden. Und ich bin noch lange nicht fertig: Zwar kenne ich schon die Story und das geheime Ende, aber mehrere Dinge fesseln mich total.

Hier seht ihr den Trailer zum letzten DLC, A Dance o Masks:

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Der zweite Durchgang ist noch besser als der erste – Obwohl ich die Story kenne

An der Haupt-Story von Wrath of the Righteous ändert sich natürlich nichts. Es sind die gleichen Gegner, die gleichen Bedrohungen, die gleichen Plottwists. Warum also packt mich das Spiel zum zweiten Mal?

Spoiler-Warnung, auch, wenn das Spiel schon ein paar Jahre alt ist: Ich erzähle hier von einigen Inhalten, die nicht jedem offen stehen und die teilweise versteckt sind. Zwar geht’s um keine krassen Story-Spoiler, aber ganz offensichtlich ist der Content auch nicht.

In Wrath of the Righteous gibt es Legendenpfade. Ihr spielt so etwas wie Halbgötter auf dem Weg zur Allmacht und manifestiert eure Legendenkärfte als Engel, Dämon, Trickster oder was auch immer.

Mein erster Charakter war damals ein Lich, also von Natur aus dem Bösen zugeneigt. Entsprechend hat sich auch das Spiel entwickelt:

  • Einige der „guten“ Begleiter haben mich verlassen oder sich mir gar nicht erst angeschlossen.
  • Andere habe ich vollständig korrumpiert, sodass sie zur schlimmsten Version ihrer selbst wurden.
  • Wieder andere könnt ihr als Nicht-Lich gar nicht rekrutieren, weil … naja, die Leute eben eigentlich tot sein sollten.
  • Die gesamte Geschichte und mein Kreuzzug war auf Untote und die Macht des Todes ausgelegt. Selbst meine Armeen habe ich irgendwann durch Cyborgs, Skelette und Zombies ersetzt.

Jetzt spiele ich einen rechtschaffen-neutralen Aion, eine Art völlig neutralen Richter, der nur das Gesetz ehrt und sonst nichts. Wenn ich dann mal einen Drogenhändler exekutieren muss, weil das Gesetzbuch es so sagt – hätte er halt nicht ticken sollen.

Mir stehen damit nun aber ganz andere Wege offen als damals als Lich. Mir folgen andere Begleiter, die mit anderen Kommentaren ein neues Licht auf mir schon bekannte Umstände werfen und mein Volk sieht ganz anders zu mir auf. Es fühlt sich an wie eine andere Geschichte.

DLCs sind super, aber die Patches sind der Star

Über die Jahre kamen etliche DLCs dazu, etwa „The Last Sarkosians“ und damit ein neuer Begleiter: Ulbrig, einer der legendären Barbaren aus einem untergegangenen Reich. Ulbrig hatte ich damals auch nicht, der bringt mit seiner Klasse einen neuen Spielstil und einige neue Kommentare zu Inhalten, die zuvor etwas leer erschienen.

Ich habe zwar einiges an neuem Content, den ich noch erkunden kann mit den DLCs über die Zeit, aber die sind für mich noch nicht einmal das Highlight. Wichtiger sind die kostenlosen Patches, die in der gleichen Zeit erschienen sind.

Seit Release wurden haufenweise Bugs gefixt, an der Balance geschraubt und die Qualität vieler Inhalte verbessert. Noch immer läuft nicht alles rund, aber im Vergleich zu damals spielt sich Pathfinder jetzt richtig gut.

Trotzdem helfe ich ab und an noch mit der Toybox nach, also quasi mit „Cheats“, weil ein paar Bugs schlicht den Spielspaß stören oder Kämpfe erschweren …

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100 Stunden durch und noch mindestens 100 vor mir

Ich kann meinen zweiten Durchgang jetzt viel mehr genießen als meinen ersten. Nicht nur habe ich ein Auge für die Details, die mir zuvor entgangen sind. Ich verstehe das furchtbar komplexe Pathfinder jetzt auch viel besser.

Einige Regeln und Mechaniken wie Kampfmanöver, Gruppen-Talente und sich stapelbare Buffs habe ich zuvor entweder vernachlässigt oder nach Builds gebaut, weil’s als Anfänger anders kaum ging – außer auf sehr niedriger Schwierigkeit. Und ehrlich: Ich lache niemanden dafür aus, der auf „Story“ spielt, Pathfinder ist wirklich kompliziert.

Jetzt baue ich mir meine eigenen Builds und freue mich schon auf alles, was kommt. Ich weiß, dass ich noch locker 100, vielleicht sogar 200 Stunden vor mir habe. Schließlich kenne ich schon das Ende und kann abschätzen, was ich noch erledigen muss. Fast wie ein gutes Buch, bei dem ich direkt sehen kann, wie viele Seiten noch vor mir sind. Die Zeit werde ich aber auch brauchen, denn bis zum nächtsen Knüller dauer’s noch etwas: 10 Jahre lang hatte ich Angst um den nächsten Teil meines liebsten Rollenspiels – Jetzt sieht es besser aus als erhofft

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